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FCB - FC Aarberg b 2:0 (0:0)

Erlösung erst in der 75. und 86. Minute


FC Büren an der Aare - FC Aarberg b 2:0 (0:0)

13. Mai 2023, 16:00 Uhr, Sportplatz Lachen

Meisterschaft 4. Liga


Sensationelle Fotos von Stephan Kubacki (härzleche Dank Stephan)


Käser - Hänzi (80' Jorge Files) - Dos Santos - Pranjic - Tüscher - Schneider - Lerch (46' Eggenberger) - Schuler - Meier (77' Kubacki) - Lauper - Leisi (72' Gande)


Ersatz: Stauffer (ET)


Abwesend: Bigler (verletzt), Schläfli (Ferien)


Tore:

75' 1:0 Schneider

86' 2:0 Lauper (Penalty, nach Foul an Schuler)


Gelbe Karten: Pranjic (Trainer), Lauper, Schuler, Lauper



An diesem Nachmittag konnte "wägerli" nicht viel begeistern! Das Spiel nicht, der Zuschaueraufmarsch nicht und die Chancenauswertung erst recht nicht. Hauptsache drei Punkte.


Eines werde ich wohl nie begreifen. Warum zum Donnerwetter spielt man immer und immer wieder hohe und lange Bälle, wenn man mit diesen Dingern nichts anzufangen weiss. Nebst der hohen Aussichtslosigkeit, ist diese Spielweise kräftezerrend und bringt wegen der erhöhten Fehlpassquote Unruhe in die Mannschaft. Weiter Punkt: Warum spielt man nicht flach, läuft und bringt sich wieder in eine anspielbare Position? Fragen über Fragen eines Fussballunwissenden (oft auch als Banause tituliert). So - keine Fragen mehr - Fakten auf den Tisch.


1. Halbzeit

Infolge Ferienabwesenheit von David Schläfli spielten Stefan Pranjic und Ruben dos Santos in der Innenverteidigung und auf der Aussenposition Fabian Hänzi und der wieder in die Startelf nominierte Joel Tüscher. Nick Eggenberger, nach Abschluss seines WK's stark erkältet wieder anwesend, sass vorerst auf der Bank. Im Mittelfeld rückt Thomas Lerch, wegen der Abwesenheit von Manuel Bigler, im zentralen Mittelfeld ebenfalls in die Anfangsformation.


Keine Kopie des Startfurioso gegen Täuffelen und auch keine Kopie einer kontrollierten Spielweise wie gegen Walperswil (ausser dem Sonntagsschuss zum 0:1 natürlich). Mühseliges Gekicke und Ballverluste zuhauf, hüben und drüben. Der FCB spielte nicht wie ein Leader und Aarberg offenbarte Mängel. Nach 10 Minuten der erste Schuss des FCB aufs gegnerische Gehäuse, aber Dario Leisi verzieht. Eine Minute später zirkelt Fabian Schuler einen Freistoss aus 20 Metern knapp neben das Tor. Dann verfällt das Spiel wieder ins Fahrwasser der Startminuten. Erste Unruhebekundungen aus den Massen (!) der Zuschauer werden hörbar. 17. Minute, Ruben Dos Santos läuft aus dem eigenen Sechzehner gegen die Mittellinie und lanciert Dario Leisi mustergültig, Dario Leisi nimmt den Pass gekonnt an, zieht in den Sechzehner und und drückt zu unplatziert ab, der gegnerische Torwart kann parieren. Ein paar Minuten später versucht es Men Meier, sein Schuss aus ca. 17 Metern wehrt der stets gut stehende Torhüter in Corner. In der 35. Minute bekommt Fabian Schuler eine weitere Möglichkeit seine Freistossfähigkeiten zu demonstrieren. Seine zu unplatzierter Schuss kann der Torhüter entschärfen. Die Feldüberlegenheit des FCB versuchen nun die Aarberger mit grenzwertigen Tacklings zu unterbinden. Innerhalb von ein paar Minuten zeigt ihnen der gute Schiedsrichter dreimal die gelbe Karte. In der 43. Minute kreieren die Aarberger tatsächlich ihre erste Chance. Simon Käser ist zur Stelle und klärt souverän. Erneut bekommt Fabian Schuler, nach einem harten Einsteigen eines Aarbergers, die Möglichkeit mittels eines Freistosses aus 16 Metern Zählbares rauszuholen. Erneut scheitert er am Gästetorhüter. Kurz vor der Pause vergibt Thomas Lerch aus aussichtsreicher Position. Sein Schuss kann ein Verteidiger in Corner lenken. In der Nachspielzeit versuchte es Men Meier aus 11 Metern, erneut macht der Torwart von Aarberg eine gute Figur. Der Mann der ersten Halbzeit, weil viel beschäftigt und immer auf dem Posten.


Die Leistung unserer Mannen war eines Tabellenführers nicht würdig. Gegen einen schwachen, aber aufsässigen Gegner fand man nie richtig ins Spiel und vergab mehrmals die mögliche Rührung. Da muss nach der Pause mehr kommen. Was für Retuschen zieht der Trainer aus dem Hut?


2. Halbzeit

Nick Eggenberger läuft für Thomas Lerch ein. Wer gedacht hat, die Garderobenpredigt hat genützt und setzt neue Kräfte und vor allem neue Ideen frei, sah sich auf dem Irrweg. Der Wille war unbestreitbar da, aber die Wahl der Mittel und die Kaltschnäuzigkeit liessen zu wünschen übrig. Drei Minuten sind gespielt, auf Pass von Fabian Schuler knallt Denis Schneider aus 18 Metern knapp über das Tor. Weckruf? Denkste! Joel Tüscher sieht nach einem groben Foul die gelbe Karte und Luca Lauper doppelt mit einer Unsportlichkeit nach. Ein bisschen was für das Böse-Buben-Konto tun, diese souveräne Führung geben wir nicht mehr aus der Hand! 56. und 58. Minute, Luca Lauper verpasst nach Pass von Dario Leisi aus nächster Distanz und Dario Leisi vergibt von der Fünferlinie. Wenn sich das nur nicht rächt! Und fast wäre es eingetroffen, doch die Nummer 9 Aarbergs sieht seinen Schuss von Simon Käser pariert (61. Minute). Die Unmutsbezeugungen aus dem Publikum entwickeln sich allmählich Richtung Crescendo. Nicht berechtige Abseitspfiffe zu Ungunsten von Büren steuern ihren Teil bei. Dario Leisi wird von Luca Lauper in Szene gesetzt, scheitert aber erneut am Torhüter. Nick Eggenberger tankt sich über die Aussenbahn durch und kann aus 10 Metern abdrücken. Der Torhüter ist erneut zur Stelle.


Kleine Zwischenbemerkung

Für unsere Stürmer Dario Leisi und Luca Lauper muss ich eine Lanze brechen. Enorme Laufwege, tadelloses Zweikampfverhalten und das erarbeiten unzähliger Chancen sprechen für Dario und Luca. Da hat man schon kein Glück und dann kommt noch Pech dazu (Jürgen Wegmann, deutscher Fussballprofi 1976 - 1995 u.a. Dortmund, Schalke, Bayern).


Wyter im Texscht

Folgender Spruch geht mir auf den Wecker, hat aber seine Gültigkeit: "Machst du die Tore nicht, kriegst du sie". 68. Minute, allein vor Simon Käser vergibt Aeberhard die Topchance für Aarberg. Paar Minuten später bringt es Sahli tatsächlich fertig, aus kürzester Distanz das Tor zu verfehlen. Das war knapp. Der Schiedsrichter steht wieder im Fokus und erzürnt den sonst ruhigen Slobodan Pranjic. Mit einer gelben Karte ruft der Schiri unseren Trainer zur Raison. Wechsel beim FCB, für Dario Leise spielt nun Gande Murad. 75. Minute, Denis Schneider rückt in den Fokus, nach einer Passvorlage von Nick Eggenberger schiesst Denis überlegt aus 16 Metern zum vorerst erlösenden 1:0 ein. Na endlich! Anschliessend verpasst Gande Murad innerhalb paar Minuten zweimal zum vorentscheidenden 2:0 (78. und 82. Minute). Es fällt dann doch noch, das erlösende 2:0. Fabian Schuler wird im Sechzehner nach feiner Einzelleistung von den Socken geholt. Luca Lauper verwandelt souverän (86. Minute). Aller guten Dinge sind drei. Gande Murad vergibt erneut eine Riesenchance, aus 6 Metern fliegt der Ball über das Gehäuse.


Laut Louis Polverinis Zeitkontrolle pfeift der Schiedsrichter in der 88. Minute die Partie ab. Also 2 Minuten zu früh und ohne einer durchaus berechtigten Nachspielzeit. Die Torfolge ist im Internet mit 81. und 90. Minute aufgeführt. "Het dr Schiri y dr Pouse im schtiue Chämmerli a dr Uhr umegfätterlet"?




Die Tabelle zeigt ein erfreuliches Bild. Aber das Restprogramm ist alles andere als Nasenwasser. Wir drücken die Daumen! Hopp FCB

Dürfen wir euch noch bitten, Verwandte, Kollegen, Freunde und Bekannte auf unser Fischessen aufmerksam zu machen? Herzlichen Dank!





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