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Machtwechsel beim FC Büren

Bieler Tagblatt vom 12. Januar 2010


Der Vorstand des FC Büren trat an der Generalversammlung vom 7. Januar zurück. Willy Rüttimann übernahm neu das Amt des Präsidenten.


Nachdem beim FC Büren Anfang Dezember, wie das BT aufdeckte, Trainer Marlon Hodgson entlassen wurde, ging es beim Zweitligisten drunter und drüber. Dem Vorstand wurde fehlende Kommunikation vorgeworfen. Der damalige Präsident, Rudolf Käser, sprach von fehlender Loyalität einiger Vereinsmitglieder der Klubführung gegenüber. «Dem Vorstand fehlte zum Schluss schlicht das Vertrauen des Vereins», blickt der neue Präsident, Willy Rüttimann, zurück.


Die Vereinsführung brauchte zu lange, um sich nach dem Aufstieg aus der 3. Liga in der 2. Liga einzuleben und mit dem grösseren Interesse der Öffentlichkeit umzugehen. Käser musste nun für seine Fehler in der Kommunikationsarbeit Lehrgeld zahlen.


Vorstand mit bitterem Abgang

«Der alte Vorstand hatte das Problem, dass nicht alle in der Region Büren wohnhaft waren. Da ist die Kommunikation schwierig. Dies soll jetzt anders werden», sagt Willy Rüttimann. Die Buvette solle wieder vermehrt als Treffpunkt für den ganzen Verein dienen.

Willy Rüttimann wurde am 7. Januar an der Generalversammlung des FC Büren einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt, allerdings ohne einen Konkurrenten. Rüttimann hatte, mit anderen Mitgliedern des neuen Vorstands, das Komitee «Freunde FC Büren» gegründet, nachdem sich abgezeichnet hatte, dass der Vorstand zurücktreten würde. «Dieses Komitee hat dann entschieden, mich als Präsidentschaftskandidat zu nominieren», erklärt Rüttimann.


Auf Trainersuche

Der neue Vorstand hat nun die erste dringende Aufgabe, schnellstmöglich einen neuen Trainer zu präsentieren. Wie Rüttimann sagt, habe man eine Liste von möglichen Kandidaten, auf der ein grosser Favorit auszumachen sei. Einen Namen will der neue Präsident jedoch nicht nennen. «Wir werden nächste Woche zusammensitzen und sehen, ob die Zusammenarbeit klappt.» Im Dezember meldete das BT, dass Kurt Baumann Kandidat für das Traineramt in Büren sei. Diese Möglichkeit bestehe weiterhin, bestätigt Rüttimann, Baumann stehe auf der Liste. Es scheint sich abzuzeichnen, dass der FC Büren nach einer externen Lösung sucht, denn Rüttimann sagt, «dass es Zeit ist, frischem Wind eine Chance zu geben.»


Die interne Kommunikation

Beim FC Büren hat man offensichtlich aus den Fehlern der nahen Vergangenheit gelernt. Dass der gesamte Vorstand seinen sofortigen Rücktritt erklärte, war bereits am darauffolgenden Tag und bis vorgestern auf der Homepage des FC Büren in einer Erklärung zu lesen, verfasst von Rudolf Käser. Darin stand unter anderem: «Gegenüber den gewählten Gremien fehlte verschiedenen Vereinsmitgliedern offensichtlich die nötige Loyalität.» Damit sei einer fruchtbaren Vereinsarbeit die dazu nötige Basis entzogen worden.


Diese Meldung war gestern zwar immer noch auf der Vereinsseite zu finden, allerdings von Rudolf Käser stark gekürzt, die Passagen, in denen gegen Vereinsmitglieder des FC Büren geschossen wird, ohne dabei Namen zu nennen, wurden gestrichen. «Es ist besser, wenn wir die Vergangenheit ruhen lassen. Wir müssen versuchen, in die Zukunft zu blicken», sagt Rüttimann. Aus demselben Grund wurde auch ein Ausschlussverfahren, das vergangenen Dezember gegen Reto Rüttimann eröffnet wurde, eingestellt. Reto Rüttimann, Sohn von Willy Rüttimann, wird, sofern die Mannschaft einverstanden ist, weiterhin für den FC Büren spielen.


Doch was wird unter dem neuen Vorstand nun anders laufen? Präsident Rüttimann weiss: «Erste Priorität hat nun, dass wir die Kommunikation im Verein und im Vorstand verbessern.»


Ein Schritt in die richtige Richtung, der aber nicht verbergen kann, dass die Art und Weise, wie in der Vergangenheit mit Vereinsmitgliedern umgegangen wurde, Opfer gefordert hat. Denn in den vergangenen Wochen ist dem Zweitligisten FC Büren ein herber Aderlass widerfahren.



Der neue Vorstand

Willy Rüttimann, Präsident

Patrick Tüscher, Vizepräsident

Jürg Baumann, Sportchef

René Saisselin, Finanzchef

Daniel Blaser, Hauptkassier

Markus Fahrni, Anlagenchef

Marco Sutter, Anlässe

Mark Rüttimann, Sekretariat

Markus Beyeler, Beisitzer

(lsg)

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