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Zusätzliche Aufsteiger und deutlich mehr Absteiger

Bieler Tagblatt vom 15. August 2019


Weil die Liga verkleinert wird, profitieren einige Teams von einer raren Aufstiegschance, für andere ist die Abstiegsgefahr grösser denn je.


Michael Lehmann

Ester Erfolg: Aegerten Brügg (hier mit Pascal Bickel am Ball) gewinn gegen Büren (im Zweikampf: Denis Schneider) Bild: Aimé Ehi/Bieler Tagblatt

Als ob er es auf die 3.-Liga-Teams abgesehen hätte, ist der gefürchtete Abstiegsstrich nach oben gewandert. Neu trifft es nicht nur die beiden letztplatzierten Mannschaften pro Gruppe, sondern mindestens deren drei. In den meisten Fällen wird sogar ein viertes Team den Gang in die 4. Liga antreten müssen. Der Grund dafür hat der Fussballverband Bern/Jura im Winter kommuniziert: Die 3. Liga wird verkleinert; von acht auf sechs Gruppen mit weiterhin je zwölf Teams. Je nach Anzahl der Absteiger aus den oberen Ligen werden in der 3. Liga letztlich zwischen 28 und 32 Equipen relegiert. Das sind fast doppelt so viele Absteiger als in den letzten Saisons. Das bedeutet vor allem für die Aufsteiger aus der 4. Liga, dass die Gefahr für den direkten Wiederabstieg grösser ist denn je.

Keine klaren Favoriten In der Gruppe 6 gibt es gleich vier Teams, die aus der 4. Liga aufgestiegen sind: Die zweiten Mannschaften von Azzurri Biel und Grünstern, der FC Evilard und der FC Büren. Letzterer hat sein erstes Saisonspiel bereits am Dienstag absolviert und auf heimischem Feld mit 2:3 gegen Aegerten Brügg verloren. Bitter für die Gastgeber: Der entscheidende Treffer fiel erst in der 90. Minute. Dennoch hat der Auftritt beim Liga-Neuling auch für Zuversicht gesorgt. Denn Aegerten Brügg gehört zweifelsohne zu den stärkeren Teams dieser sehr ausgeglichenen Gruppe. «Am Schluss wollen wir in der oberen Hälfte der Tabelle klassiert sein», sagt Büren-Trainer Patrick Tüscher. Die Abstiegsränge gelte es, so früh wie möglich hinter sich zu lassen. Diese Devise gilt für fast alle Teams in dieser Gruppe. Denn im Gegensatz zur zweiten Seeländer Gruppe, in der vor allem Grünstern, aber auch Ins Aufstiegsambitionen hegen, sind in dieser keine klaren Favoriten auf den Gruppensieg auszumachen. «Schwierig, uns zu schlagen» Zwar ist mit Aurore Biel ein letztjähriger Zweitligist neu dabei, das Team hat über den Sommer jedoch zahlreiche Leistungsträger verloren. In den Vorbereitungsspielen musste Aurore fast ausschliesslich deutliche Niederlagen hinnehmen. Derweil kann der im letzten Jahr überzeugende FC Madretsch noch immer nicht aufsteigen, weil er zu wenig Juniorenteams hat. So könnte plötzlich Aegerten Brügg zum Zug kommen. Dem Team bietet sich eine womöglich einmalige Chance. Denn neben den vielen Absteigern gibt es in dieser 3.-Liga-Saison auch doppelt so viele Aufsteiger. Die Barrage ist abgeschafft, in dieser Spielzeit steigen die acht, in den kommenden die jeweils sechs Gruppensieger direkt in die 2. Liga auf. Matthias Born, Trainer des SC Aegerten Brügg, möchte zwar zu diesem Zeitpunkt noch nichts von einem Aufstieg wissen, er sagt jedoch: «Es wird für alle Mannschaften schwierig, uns zu schlagen.» Wichtig sei es, gut in die Saison zu starten. «Und auf einmal gewinnt man die Spiele, ohne dass man dabei jedes Mal überzeugt hätte.» Mit dem Erfolg gegen Büren ist ein erster Schritt gemacht.

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