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Rüttimann: Rückkehr an alte Heimstätte

Bieler Tagblatt vom 16. Oktober 2015



Nach seiner Kündigung als Spielertrainer beim FC Büren hat Reto Rüttimann beim FC Lengnau angeheuert. Am Sonntag trifft er wieder auf seine alten Kollegen.


Von Anthony Schwab Den 23. August 2015 wird beim FC Büren keiner so schnell vergessen. Nicht nur kassierten die Bürener gegen den SC Burgdorf eine herbe 3:12-Heimniederlage. Sie verloren auch noch ihren Spielertrainer Reto Rüttimann, der trotz seiner drei Tore direkt nach dem Spiel seine Kündigung einreichte und den Verein nach zwei Jahren als Spielertrainer verliess. «Die Freude ist mir verleidet. Ich bin nicht mehr in der Lage, die Mannschaft zu führen», sagte Rüttimann damals gegenüber dem BT. Mittlerweile geht der Stürmer beim FC Lengnau auf Torejagd. Beim Klub von Trainer Kurt Baumann hat der 36-Jährige wieder den Spass am Fussball zurückgefunden. Am Sonntag kehrt Rüttimann zu seinem alten Verein zurück. Der FC Lengnau gastiert beim FC Büren. Mehrere Optionen Die Vorfreude auf das 3.-Liga-Derby gegen seine alten Kollegen ist bei Rüttimann gross. «Es wird ein spezielles Spiel für mich werden, gerade weil es in Büren stattfindet.» Rüttimann betont, dass er den Klub damals nicht im Krach verlassen hat. «Ich verstehe mich mit den Spielern und den Funktionären nach wie vor gut. Da gibt es keine Probleme.» Nachdem der 36-Jährige beim FC Büren den Bettel hingeworfen hatte, dauerte es nur gerade drei Wochen, bis er sein Debüt im Dress des FC Lengnau gab. Der frühere 1.-Liga-Spieler wurde nach seinem Rücktritt mit Angeboten von anderen Vereinen überhäuft, entschied sich letztlich aber für den FC Lengnau. Den Ausschlag gab vor allem sein langjähriger Kollege Kurt Baumann, unter dem er bereits in Büren zweieinhalb Jahre gespielt hatte und der jetzt beim FC Lengnau an der Seitenlinie steht. «Wir kennen uns sehr gut. Ich weiss, was er will und fordert und er kennt auch meine Stärken», sagt Rüttimann. Lengnau sei ein ambitionierter Verein mit einer guten Infrastruktur. Tore am Laufband Der Übergang zu Lengnau ist für Rüttimann nahtlos erfolgt. Der Stürmer hat gleich zu Beginn Tritt gefasst und bislang in fünf Spielen drei Tore erzielt. «Es läuft persönlich sehr gut. Ich fühle mich wohl und die Stimmung im Team ist gut», so Rüttimann, der in seiner Funktion als Spieler weniger Druck verspüre. Mit seiner Erfahrung nimmt er auch beim FCL eine Führungsrolle ein und kann den jungen Spielern viel mitgeben. Trotz seines neuen Engagements verfolgt der Bürener weiterhin die Resultate seines Stammvereins. «Der FC Büren liegt mir am Herzen. Ich hoffe sehr, dass sie den Ligaerhalt schaffen.» Die Bürener konnten lediglich das erste Spiel nach dem Rücktritt von Rüttimann mit 4:0 gewinnen, ansonsten holten sie in den letzten fünf Spielen nur gerade zwei Punkte. Zurzeit belegen sie den 10. Rang, mit nur einem Punkt Vorsprung auf das letztplatzierte Breitenrain. Nach Rüttimann hatte der bisherige Assistenztrainer Björn Beyeler das Traineramt in Büren übernommen. Diese Funktion teilt er heute mit Patrick Tüscher. «Björn ist ein guter Freund. Ich wünsche ihm am Sonntag viel Glück», sagt der Stürmer.

Keine Geschenke verteilen Mit dem FC Lengnau möchte sich Rüttimann so weit vorne wie möglich klassieren. Momentan belegen die Grünen nach acht Spielen und 15 Punkten den dritten Tabellenrang. Letzten Sonntag gegen Diessbach/Dotzigen mussten sie aber einen kleinen Rückschlag hinnehmen, als sie nach einem Penalty von Gianluca Privitelli mit 0:1 verloren. «Am Sonntag wollen wir eine Reaktion zeigen und drei Punkte einfahren», blickt Rüttimann voraus, der gegen seinen Ex-Verein keine Geschenke verteilen möchte. «Ich spiele jetzt bei Lengnau und werde 100 Prozent für meinen neuen Verein geben.» Sollte Rüttimann gegen Büren seinen siebten Saisontreffer erzielen, würde er als Solidarität zu seinen ehemaligen Kollegen den Torjubel auslassen, verspricht er.

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