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Glück gehabt!

Das Hochwasser vom vergangenen Dezember hatte sich nach dem Absenken der Abflussmenge rasch verzogen und das günstige Wetter dafür gesorgt, dass das Abtrocknen in einer kurzen Zeitspanne kein grösseres Schadenbild hinterlassen hat. Nochmals Glück gehabt. Doch das Aufweichen der Bodenstruktur hatte zur Folge, dass der Hauptplatz und teilweise das Trainingsfeld nun grössere Unebenheiten aufweist und mit sehr viel Wurmerde durchzogen ist.


Viel zu grün für diese Jahreszeit, aber gut erholt

 

Regenwürmer sorgen für eine optimale Bodenstruktur

Zu den Regenwürmern muss man wissen, dass sie im Frühling und im Herbst am aktivsten sind, weil es im Sommer zu trocken und zu heiss und im Winter zu kalt ist. Während dieser Zeit fallen sie in eine Art Sommer- beziehungsweise Winterschlaf. Regenwürmer sind wechselwarme Tiere, genau so wie Schlangen, Fische und Insekten. Ihre Körpertemperatur hängt von ihrer Umgebungstemperatur ab. Unter 5 Grad Celsius fallen sie in eine Art Winterschlaf und unter 0 Grad C erfrieren sie. Sie lieben eine angenehm feuchte und lockere Bodenstruktur.


Gestört durch das drückende Grundwasser haben die Regenwürmer ihr Heil in der Flucht nach oben gesucht. Ein paar Tage können die Tiere überleben, die Überlebenschancen schwinden aber mit zunehmender Dauer. Da waren 14 Tage Hochwasser für die armen Tiere zu viel.

 

Was nun zu tun ist

So lange der Rasen sich nicht im Wachstum befindet, sind uns die Hände gebunden. Hat sich der Boden auf ca. 8 Grad Celsius erwärmt, kann mit der Rasenpflege begonnen werden und bei Temperaturen im zweistelligen Bereich ist eine Nachsaat möglich. Zunächst wird der Rasen auf die Höhe von 4 cm gemäht und anschliessend kommt der Striegel, bei optimaler Feuchte, zum Einsatz. Die Striegeldorne werden durch die Fahrgeschwindigkeit in Schwingung versetzt. Rasenfilz wird aus der Grasnarbe gelockert und Unebenheiten bei mehrmaliger Anwendung abgetragen. Anschliessend wird das gelockerte Material mit dem Aufnahmegerät eingesammelt und abgeführt. Durch regelmässiges Mähen, mindestens 2x die Woche, kann der Rasen neue Seitentriebe bilden, er wird dichter und verdrängt Unkraut, zudem wird der Rasen strapazierfähiger.

 

Die Düngung, Nährstoff für den Sportrasen

Ein wichtiger Bestandteil der Rasenpflege ist die Düngung. Zwischen Mitte und Ende März wird bei günstiger Witterung der Startdünger ausgestreut. Zwischen Ende April und Anfang Mai folgt die zweite Ausstreuung, Ende Juni bis Anfang Juli die Dritte und im September, mit einem höherem Kalianteil, die vierte Ausstreuung. Pro Quadratmeter werden zwischen 21 bis 25 Gramm Dünger pro Quadratmeter verteilt. Dies entspricht 175 kg Dünger für die gesamte Fläche der beiden Felder für eine Aussaat.

 

Wenn die Finanzen es erlauben…

wird zusätzlich zu den erwähnten Massnahmen aerifiziert (einstanzen von Belüftungslöchern) und gesandet. Diese Massnahme ist ein wesentlicher Teil des jährlichen Unterhaltes einer Sportrasenpflege und dient der nachhaltigen Sicherung des Rasenwachstums . Die arge Strapazierung der Kasse durch diese Massnahmen erlaubt dem FCB höchstens einen Zwei- bis Dreijahresrhythmus einzuhalten, und dann jeweils nur für ein Feld.


Wie immer, wir machen das Beste daraus!

Im Verlaufe der Jahre hat der FCB gelernt, sich nach der Decke zu strecken. Tiefschläge, und wir reden nicht von der sportlichen Seite, haben wir weggesteckt und mit noch mehr Einsatz wettgemacht. Das ist unsere Stärke, und das soll gefälligst so bleiben.

 

Nächstens zu lesen

Im nächsten Blog reden wir vom Ländtifest, denn da hat sich was zum Positiven verändert. Wir kümmern uns um den Fitnessstand der 1. Mannschaft und möchten von der sportlichen Leitung wissen, welches Rezept gegen die ungemütliche Situation in der Tabelle die Erleuchtung bringt.


Häb e gueti Zyt!

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