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FC Schüpfen - FCB 1:1 (o:0)

Bieler Tagblatt vom 22. September 2008, Meisterschaft 3. Liga, 1. Stärkeklasse


Ein Abnützungskampf ohne Sieger


Das 3. Liga-Derby zwischen Schüpfen und Büren an der Aare endete mit einem gerechten 1:1-Unentschieden. Die äusserst emotionsgeladene Partie hätte keinen Sieger verdient gehabt.

dmb. Die grosse Rivalität zwischen dem FC Schüpfen und Büren an der Aare besteht seit mehreren Jahren. Und seit dem Wechsel von Trainer Thomas Reinhart von Büren nach Schüpfen werden die Emotionen auf dem Platz erst recht hochgeschraubt. In der letzten Begegnung der beiden Teams musste der Unparteiische im vergangenen Frühling Platzverweise und neun Verwar- nungen aussprechen. Ganz so schlimm kam es am Samstag auf der Rohrmatte nicht: Es entwickelte sich jedoch von Beginn an ein harter, aber kaum je unfairer Fight zweier Mannschaften, die den Sieg mit allen Mitteln anstrebten. Dabei erwischten die Gastgeber entgegen dem Spielverlauf den besseren Start. Nach dem ersten Eckball schraubte sich Schüpfens Mittelstürmer Simon Wyder am höchsten und bezwang Gäste-Goalie Käser zum 1:0. Nach diesem Gegentreffer suchte Büren noch vehementer seine Chance zum Torerfolg. Viele Unterbrüche nach beidseitigen Fouls verhinderten jedoch einen geordneten Spielfluss. Der teilweise unsicher wirkende Schiedsrichter hatte alle Mühe, die aufkommenden Emotionen der Spieler zu mässigen. Erst recht, nachdem Bürens Björn Beyeler in der 33. Minute allein durchgebrochen war, auf den gegnerischen Goalie zulief und plötzlich Offside zurückgepfiffen wurde. Der gerechte Ausgleich fiel trotzdem: In der 45. Minute realisierte Björn Beyeler aus halblinker Position mit einem Sonntagsschuss aus gut 20 Metern in die obere rechte Torecke den unhaltbaren Ausgleichstreffer. Zufriedene Trainer In den zweiten 45 Minuten hatte der FC Schüpfen mehr vom Spiel, ein Tor wollte trotz vielen Möglichkeiten nach stehenden Bällen aber nicht fallen. Im Gegenteil: Beinahe hätte Blaser die Gäste in Front gebracht. Sein satter Schuss knallte jedoch in der 66. Minute an den Pfosten. «Ich bin mit meiner Mannschaft zufrieden», sagte Trainer Reinhart. Obschon sich sein Team ein Chancenplus erarbeitet habe, gehe das Unentschieden in Ordnung. «Wir sahen einen Abnützungskampf, bei dem die Technik keine Rolle spielte. Wichtig war, dass wir in den Zweikämpfen gegen diesen aufsässigen Gegner mit vielen erfahrenen Spielern solid blieben. Immerhin sind wir in der Meisterschaft weiterhin unbesiegt», ergänzte Thomas Reinhart. Auch Büren-Trainer Marlon Hodgson hatte an der Punkteteilung nichts auszusetzen: «Damit kann ich leben. Natürlich wollte ich den Sieg. Mit etwas Cleverness in der ersten Halbzeit wäre mehr möglich gewesen. In unserer momentanen Situation mit den vielen verletzten Leistungsträgern nehmen wir jedoch den einen Punkt gerne mit nach Hause.»

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